Zwischen Liebe und Hass

Endlich ist sie da, die neue Nähfee und was is? Nix is!

Ich wollte sie gestern natürlich gleich ausprobieren, hatte großen Respekt vor den ganzen Knöpfen und Schaltern und Klimbim und war deshalb besonders vorsichtig und hab sehr kleinlich alles so gemacht, wie es im Waschzettel steht. Trotzdem lief sie nicht. Immer wieder verhedderte sich der Unterfaden und dann piepste die Fee wie verrückt und schwieg dann still. Irgendwann war ich so genervt, dass ich die Aktion auf heute verschoben habe. Heute wollte ich ganz in Ruhe, total besonnen und ohne nervös zu werden, das Maschinchen ans Laufen kriegen. Hat nicht geklappt. Nix von dem. Vorletzter Ausweg: Forum. (Letzter Ausweg: Fenster auf, Maschine raus, Fenster zu.)
Hier war man sehr bemüht, stellte Fragen, gab Tipps, ich machte zwischendrin immer wieder Fotos, zum Verständlichmachen meines Problems.

(Ein Klick aufs Foto zeigt es in Originalgröße.)

Nix. Nach dem gefühlt zweihundertdrölfzigsten Mal Ober- und Unterfaden einlegen: funktioniert!

Bis jetzt habe ich nur eine einzige, etwa 15 cm langen Probenaht gemacht … jetzt werde ich mir erstmal den Schweiß abduschen, meine Näharbeiten vorbereiten und dann nähen als gäb´s kein Morgen. Und wehe …

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Aufgeräumt

Leider ist der Platz in meiner Wohnung sehr begrenzt und deshalb muss ich mein Nähgedöns im Wohnzimmer aufbewahren. Leider schleicht sich da mit der Zeit eine gewisse Unordnung ein, die ich in einem separaten Nähzimmer (*soifz*) durchaus dulden würde, aber so eben nicht. Also beschloss ich heute Morgen mal wieder mein Stoffregal aufzuräumen. Das hatte es wirklich bitter nötig:

Sofort machte ich mich an die Arbeit, nahm mir jedes einzelne Stoffstück vor, entschied ob Reststück oder (noch) nicht Reststück, entsorgte, faltete, glättete, sortierte und räumte ein, bis es am Ende so aussah:

Und während ich so vor meinem Regal stehe und mich des Anblicks erfreue, klingelte es. Hm? Am Sonntagmittag? Wer kann denn das sein? Entgegen meiner Gewohnheit, grundsätzlich niemals die Tür zu öffnen, wenn ich niemanden erwarte, machte ich auf.

Steht da der DHL-Mann mit einem großen Paket unter dem Arm. Nachschub. Ich könnte heulen …

(Ein Klick auf die Fotos zeigt sie in Originalgröße.)

Outing

Die dunkle Seite der Bea W. aus V. bei D. am R. 
Ja, ich hab´s getan und ich schäme mich sehr. Wirklich. Bereits am nächsten Tag war mir meine Tat so peinlich, dass ich gleich alles wieder storniert, widerrufen und rückgängig gemacht habe und ich habe gedacht, dass damit alles gut wäre, mein Ruf vielleicht nur einen kleinen Kratzer abbekommen hätte und ich einfach weiterleben könnte wie bisher. Aber ganz so einfach scheint es nicht zu sein … 
Aber von vorne:
Jeder der mich ein bisschen besser kennt weiß, dass ich schon seit Jahren nicht mehr fernsehe. Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel, wenn ich zum Beispiel mitbekomme, dass im Fernsehen ein Film (in der Regel ein Kinofilm) läuft, den ich gern sehen würde, schaue ich mir den auch an, aber das kommt nur alle Jubeljahre mal vor. Nun begab es sich vor ein paar Tagen, dass ich eine schlaflose Nacht hatte, in der ich zum Lesen zu unruhig war. Aus lauter Langeweile machte ich den Fernseher an und „zappte“ mich durch die Programme. Bei einem Shopping-Sender blieb ich hängen, weil ich irrtümlicherweise dachte, es würde sich um eine Kochsendung handeln. Dort wurde gerade ein Küchengerät angepriesen, dass mich sehr interessierte. Es handelte sich um ein Gerät, dass die Arbeit beim Gemüsezerkleinern erheblich vereinfachen sollte und das würde mir und meinen rheumageplagten Händen sehr entgegenkommen. Vereinfachung ist immer gut. Ich war so begeistert, dass ich gleich via Internet eine Bestellung aufgegeben habe.  
Oh Mann, ich bin ein Opfer der Werbung einer FERNSEH-Sendung! – peinlicher geht´s wohl kaum …
Bereits am nächsten Morgen bereute ich meine Tat und antwortete auf die Bestellbestätigungs-Mail, indem ich  mitteilte, dass ich meine Bestellung stornieren würde und bat um kurze schriftliche Bestätigung. 
Als auch am nächsten Tag noch keine Bestätigung da war, schrieb ich nochmal eine Mail, widerrief meine Bestellung erneut und bat nochmal um Bestätigung sowie Rückerstattung des bereits bezahlten Rechnungsbetrages (PayPal. Scheixxe, scheixxe, scheixxe!). Keine Reaktion.
Zwei Tage später hatte ich eine Benachrichtigung vom DPD im Briefkasten, dass ein Paket nicht zugestellt werden konnte, weil ich nicht zuhause war. Ich rief bei der Teleshopping-Firma an an und fragte als erstes, warum ich auf meine beiden Mails keine Antwort bekommen hätte. Die Antwort der Dame am anderen Ende der Leitung:
„Also wenn ich jede Mail, die wir hier bekommen, beantworten würde, käme ich zu nichts anderem mehr.“  
Öhm … ach so … ja … da hätte ich ja auch von selbst drauf kommen können … entschuldigung.
Auf meine Frage, wie ich mich denn nun weiter verhalten müsse, ich wolle die bestellte Ware auf keinen Fall haben, meinte sie, ich solle einfach die Annahme verweigern und dann wäre die Sache für mich erledigt. Das bereits gezahlte Geld würde man mir ein paar Tage später erstatten. Ich rief also beim DPD an, teilte mit, dass sie keinen neuen Zustellversuch starten bräuchten und bat darum, das Paket an den Absender zurückzuschicken. Soweit so gut.
Gestern komme ich vom Dienst und habe eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter:

„… Das Paket ist zurückgekommen. Bitte rufen Sie zurück und teilen Sie mit, was mit der von Ihnen bestellten Ware geschehen soll.“ 
Ähm … ?
Heute Morgen habe ich dann da angerufen. Warteschleife. 14 Cent pro Minute. Nach 10 Minuten habe ich aufgelegt. Ich habe eine Mail geschrieben. Ich bin gespannt …
Ich habe sowas noch nie gemacht und tu´s auch nie wieder. Ich schwöre!