Pinterest

Die vergangene Woche war nicht schön, gar nicht schön. Das Rheumadingens hatte mich fest im Griff und ich war genau EINMAL vor der Tür. Um den Müll wegzubringen. Zu den Dingen, die ich hätte tun können, hatte ich keine Lust und die, zu denen ich Lust gehabt hätte, konnte ich nicht machen. Das macht schlechte Laune! Morgen gehe ich wieder zum Dienst (und wenn ich da mit dem Taxi hinfahren muss!), mir fällt die Decke auf den Kopf und ich muss was tun. Irgendwas. Notfalls den Kollegen auf die Nerven gehen. Die stehen da drauf.  🙂

Und dann habe ich Anfang der Woche Pinterest für mich entdeckt … holla, die Waldfee!
Einen Account habe ich da schon länger, weil ich dort meine klingeley-Produkte bewerben wollte, war aber ziemlich verpeilt und wusste nicht so recht, was das Ganze überhaupt soll. Dann hab ich´s kapiert, und ich weiß noch nicht so recht, ob das nun gut oder schlecht ist. Wasses nich alles gibt! Ich hab einen Teil meiner alten Hobbys neu entdeckt und weiß gar nicht, warum ich sie jemals abgelegt habe (und will sie natürlich alle wieder aufnehmen. Gleichzeitig versteht sich).

* Zentangles malen (ok, damit habe ich ja schon vor Pinterest wieder angefangen)



* Inchies basteln (damit auch)

—–>  siehe Challenge

* Steine bemalen


* Marionetten bauen



* (Papier)Skulpturen bauen





*Häkeln



Mal sehen, ob ich das noch alles schaffe in diesem Leben. Sonst mach ich halt im nächsten weiter.
Und dann war da noch die Challenge:


(wie immer: ein Klick auf´s Foto zeigt es in Originalgröße)
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Kieler Woche 2011 – Tommys Traumreise

Heute war ich in der Stadt und weil zufällig Kieler Woche ist und weil es zufällig gerade kurz vor 16 Uhr war, bin ich zum Kieler-Woche-Hoftheater in den Hiroshima-Park gegangen und habe mir „Tommys Traumreise“ vom Holzwurmtheater (Winsen/Luhe) angesehen. Schön war´s! 
Der Puppenspieler Jens Heidtmann beherrscht es nicht nur hervorragend, den Puppen Leben einzuhauchen, sondern kann auch toll singen. Bei den meisten Puppentheaterstücken, die ich bisher gesehen habe, wurden die kleinen Zuschauer irgendwann unruhig und fingen an, zu stören. Heute war das ganz anders, die Kinder waren gebannt von dem, was da auf der Bühne passierte und man hatte den Eindruck, alle waren mit auf die Reise gegangen – auf Tommys Traumreise. 

Tommys Traumreise

Ein skurril-poetisches Piratenabenteuer.

Ein alter ausgedienter Leuchtturm an der See gehört Tommys Onkel Hugo, der ihm und seinem Vater erlaubt hat, dort Urlaub zu machen. Tommy ist mächtig aufgeregt, denn der Leuchtturm steht in einer Piratenbucht! Ob es dort noch Piraten gibt oder vielleicht sogar Piratenschätze dort zu finden sind?
Er will es unbedingt herausfinden.

Bei der Abfahrt herrscht auf dem Bahnhof ein hektisches Getümmel. Erschöpft von der ganzen Aufregung setzt Tommy sich auf den Bahnsteig auf eine Bank und schläft ein. Im Traum erlebt er ein phantastisches Piratenabenteuer, in dem er mit Hilfe seines Traumhundes Schnuffel eine Mutprobe bestehen muss, um seinen größten Schatz zurückzubekommen.

Er taucht ein in eine skurrile und dennoch emotional nachvollziehbare Welt ein, in der alles seine ganz eigene Logik besitzt.

Meine Kieler Woche 2010 – Tag 6

… begann, wie sollte es auch anders sein, mit einem Besuch im Hoftheater im Hiroshimapark.
Es spielte das Filou Fox Figurentheater Hannover „Alle seine Entlein … oder Ich hab Dich zum Fressen gern!“. Die Geschichte über und mit einem Fuchs und einer Ente ist schnell erzählt: Fuchs hat Hunger und will Ente fressen, doch es kommt anders. Fuchs wird zum fürsorglichen Entenvater und alle ham sich lieb. Ende.
Ich weiß, ich bin ungerecht und gemein, aber ich fand´s tatsächlich grottenlangweilig. Vielleicht stehe ich auch noch zu sehr unter dem Einfluss meines gestrigen Theatererlebnisses und lege die Messlatte zu hoch an. Wie auch immer: ich fand´s doof.
Anschließend musste ich dringend was essen und begab mich zum Österreich-Stand, um mir einen Germknödel zu kaufen. 
Ich liebe Germknödel! Wer auf der Kieler Woche war, ohne einen Germknödel gegessen zu haben, der hätte auch gleich zuhause bleiben können. Der hat das beste von allem nämlich verpasst. Aber mal ernsthaft: da is doch nix dran an so einem Germknödel, oder?
Haps …
Haps …
weg!
Lächerlich!
Zum Nachtisch beschloss ich, was ganz Exotisches zu probieren und begab mich an einen ostafrikanischen Fressstand
dort bestellte ich Currygemüse
und war schwer enttäuscht. Das schmeckte exakt so, wie das Gemüsecurry, das ich immer koche und es hatte sogar die gleichen Hauptzutaten: Kohl und Möhren und jede Menge Currypulver. (Ob die das auch mit Brühwürfeln gewürzt haben?) Schade um die 5 Euro. Muss man aber vielleicht auch einfach alles mal erlebt haben.
Man mag es kaum glauben, aber ich war tatsächlich schon um 19 Uhr wieder zuhause. Jawoll!
Geplant war zwar ein Nena-Konzert, auf das ich mich schon sehr gefreut hatte, aber es ging einfach nicht. Mein Körper zeigt mir deutlich seine Grenzen und ich tue gut daran, diese zu akzeptieren. (Auch, wenn´s manchmal wirklich schwer  fällt.) Es war trotzdem ein schöner Tag und ich freue mich darauf, heute mal etwas früher ins Bett zu gehen und endlich, nach einer Woche Abstinenz, endlich mal wieder ein Buch zu lesen. Man kommt ja zu nix bei so einer Kieler Woche …

Meine Kieler Woche 2010 – Tag 5

Allmählich neigt sich die Kieler Woche 2010 dem Ende zu und das ist auch gut so, denn ich merke, wie ich so langsam an meine Grenzen stoße. So sehr ich das alles genieße, bin ich doch froh, wenn bald alles wieder seinen „normalen“ Gang geht.

Gestern habe ich es etwas ruhiger angehen lassen. Wie jeden Tag (außer vorgestern) lautete mein erster Programmpunkt: Kieler Woche Hoftheater im Hiroshimapark.

Postbote zu sein, ist herrlich, findet Fiete Jakob.

Allzeit frischen Wind um die Nase, kleine Gespräche an Gartenzäunen und im ganzen Ort bekannt. Herr Jakob ist seit vielen Jahren Postbote. Viele Menschen hat er glücklich gemacht und immer seinen Dienst gewissenhaft erledigt. Und dann das:

Ein Paket ohne Adresse, ohne Absender!
Kein wohin, kein woher!
Das ist gegen die Vorschrift! Was tun?
Soll er es einfach zurück ins Lager bringen?
Aber irgendetwas rappelt in dem Paket. Etwas Lebendiges? Dann müßten zumindest Luftlöcher hinein…
Schließlich öffnet er das Paket, ganz gegen seine Gewohnheit. Darin befindet sich eine Bauanleitung für ein sogenanntes „Karlchen“, ein dazugehöriger Bausatz und eine Bedienungsanleitung.

Wenn Herr Jakob gewußt hätte, was das „Karlchen“ für ein Kerlchen ist und wie sehr es sein geordnetes Leben bald durcheinander wirbeln wird, vielleicht hätte er diese Karlchen-Puppe nicht zusammengebaut!


Hat er aber!
(Quelle)


(„Wenn Herr Jakob Frau Bea gewusst hätte, was das „Karlchen“ der Marvin für ein Kerlchen ist und wie sehr es er sein ihr geordnetes Leben bald durcheinander wirbeln wird, vielleicht hätte er sie diese Karlchen-Puppe diesen Marvin nicht zusammengebaut bei sich einziehen lassen! Hat er sie aber!“)




Natürlich musste ich mir das Stück „… und ab die Post!“ des Figurentheater Wolkenschieber aus Griebel-Holzkaten ansehen. Schon wegen der Parallelen!  😉

(Ein Klick auf´s Foto zeigt es in Originalgröße.)



Ich habe schon viele Puppentheaterstücke gesehen. Manche haben mir gut gefallen, andere eher nicht. Aber das was da gestern geboten wurde, war der Hammer! Das beste Kindertheaterstück, das ich je gesehen habe. Ich habe noch nie erlebt, dass sich Erwachsene und Kinder gleichermaßen über die gleichen Dinge, Handlungen, Dialoge amüsiert haben. Das hinzubekommen, ist ein Balanceakt, den in all den Stücken, die ich bisher gesehen habe, noch niemand geschafft hat. Ich bin hin und weg! (Und ich bedaure es zum ersten Mal, dass ich keine Videokamera besitze.)


Nach dem Theater war ich noch ganz beseelt und hatte keine Lust auf das Getümmel in der Stadt. So setzte ich mich an den Kleinen Kiel, guckte auf´s Wasser 



und beschloss, meinem seit Jahren brach liegendem Hobby, dem Marionettenbau, wieder mehr Aufmerksamkeit zu widmen. Wozu so ein Karlchen doch gut ist …


Und weil sich meine Füße auch wieder einigermaßen erholt hatten, fuhr ich anschließend zum Training. Das Vereinshaus, in dem wir trainieren, befindet sich auf dem Nordmarksportfeld. Das trifft sich sehr gut, weil nämlich genau da am späten Abend ein Event stattfand, das ich unbedingt sehen wollte:

Night Glow 
mit anschließendem Höhenfeuerwerk und Lasershow der 
4. Internationale Warsteiner Balloon Sail

Bevor es los ging, starteten die Ballone aber erstmal zu ihrer täglichen Fahrt über Kiel. Von unseren sehr exklusiven Plätzen, auf dem Balkon des Vereinshauses, hatten wir eine tolle Sicht auf das Geschehen:




Und weil wir uns quasi direkt hinter der Bühne befanden, war die musikalische Beschallung genau richtig, nicht zu leise, nicht zu laut. Genau richtig zum? Genau richtig zum: tanzen. Was sonst? Und mir haben nachher nicht mal die Füße weg getan (ich glaube, die haben es aufgegeben, ich hör´ ja doch nicht auf).


Und dann gings los.



Ich schäme mich fast, dieses Foto hier zu posten und wenn ihr mal sehen wollt, wie das gestern in  Wirklichkeit aussah, dann müsst ihr Euch das hier ansehen —->  Klick!
Dazu Rock-Classics von Peter Hofmann anhören und ihr bekommt eine ungefähre Vorstellung von der Stimmung, die dort herrschte. Gänsehautfeeling!


Danach gabs ein schönes Feuerwerk und eine Lasershow, die für meinen Geschmack ein bisschen mickrig war. Trotzdem: ein schöner Abschluss für einen schönen Tag.

Meine Kieler Woche 2010 – Tag 3

„Pepinos Reise in die kleine Welt“
Marionettentheater Thomas Zürn, Hamburg

EINE REISE IN DIE KLEINE WELT  
Eigentlich wollte sich Pepino nur auf eine Klassenarbeit vorbereiten. Thema: Insekten. Als er über seinem Schulbuch einschläft beginnt für ihn eine REISE IN DIE KLEINE WELT……
Der kleine Pepino nimmt Euch mit auf die Reise in eine faszinierende Welt. Unerschrocken marschiert er durch das Reich der Insekten. Im Laufe der spannenden Geschichte erfahrt Ihr nicht nur ob es Pepino gelingt den kleinen Marienkäfer aus den Netz der gefährlichen Spinne zu befreien, sondern auch allerlei Wissenswertes über die zahlreichen Bewohner der kleinen Welt.
PEPINOS REISE IN DIE KLEINE WELT ist eine Abenteuergeschichte für Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter, ein virtuos gespieltes Marionettentheater und eine Tierschau der ganz besonderen Art.

Soweit zum Inhalt des Stückes, das ich heute im Kieler Woche Hoftheater gesehen habe. Ich fand es ziemlich langweilig und einige der Kinder wohl auch, denn sie hielt es nicht lange auf ihren Plätzen und sie wuselten während der Aufführung herum und waren recht unruhig. Eine langweilige Geschichte langweilig erzählt.
Der Puppenspieler war leider nicht in der Lage, auf die Zwischenrufe der Kinder einzugehen, kam schnell aus dem Konzept und wartete dann einfach ab, bis es wieder ruhig wurde. Er spielte zwar für, aber nicht mit den Kindern, was ich sehr schade fand. Ich hatte das Gefühl, dass die Bühne eine Barriere zwischen den Kindern und  ihm bildete. So sollte Kindertheater nicht sein. Schade.

Die technische Umsetzung fand ich sehr gut, professionelle Figurenführung und wunderschöne, teils extrem filigran und ganz offensichtlich sehr liebevoll gearbeitete Marionetten. Wegen ihnen, den Marionetten, blieb ich bis zum Schluss.

 (Ein Klick auf´s Foto lohnt sich!)

Nach einem ausgiebigen Bummel durch die Holstenstraße gings dann zur NDR-Bühne am Ostseekai. Hier war ich mit Frau zimtapfel und Herrn Schonzeit verabredet, um Deutschland gewinnen zu sehen. (Hat geklappt!)

Einer durfte dabei natürlich nicht fehlen:


Ich war ganz froh, dass Frau zimtapfel ihn mir zwischendurch mal abgenommen hat:

Zum Dank hat er sich dann natürlich prompt wieder daneben benommen und ihr das halbe Bier weggesoffen. (Tut mir leid Frau zimtapfel, Sie haben eins gut bei mir!)

Und während unsere Mannen auf dem Rasen kämpften, bot sich über uns ein Bild der Ruhe und Gelassenheit:

(Ein Klick auf´s Foto zeigt es in Originalgröße.)

Im Anschluss an das (natürlich gewonnene) Fußballspiel sind wir zum Open-Air-Kino im Schlossgarten gegangen, wo Frau Schonzeit uns bereits erwartete. Dort wollten wir uns „Slumdog Millionaire“ angucken (ich kenne den Film bereits und kann nur sagen: unbedingt sehenswert!). 

Nachdem wir es uns auf dem Rasen gemütlich gemacht hatten, fand mein Rheuma, dass es an der Zeit ist, sich mal wieder bemerkbar zu machen und da ich alle Drogen zuhause gelassen hatte, entschied ich mich dafür, lieber nach Hause zu fahren und meinen morschen Knochen ein bisschen Ruhe zu gönnen. Schließlich möchte ich morgen im „Unser Norden“-Dorf linedancen …